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Messtechnik

Messtechnik-Lexikon

A

Absolutdrucksensor: Sensor zur Messung von Drücken, die im Vergleich zum Vakuum ausgewiesen werden (pabs = 0 als Referenzpunkt). Jeder auf diesen Druck bezogene Druck ist ein Absolutdruck.

absolute Wegmessung: Hier beziehen sich alle Mess-Signale auf einen Nullpunkt der Bewegungseinheit.

Aliasing: Dieser Effekt kann auftreten, wenn das zu messende Signal von einem weiteren, höherfrequenten Signal überlagert wird. Dabei wird durch die hohe Frequenz eine nicht vorhandene, tiefere Frequenz vorgetäuscht. Um den Aliasingeffekt zu vermeiden gilt: f(Abtast) > 2·f(Signal max.).

Amplitude: Schwingungsweite, Pulshöhe

Amplitudenmodulation (AM): Modulationsverfahren, bei dem die Amplitude einer Schwingung zeitlich verändert wird. In der Messtechnik wird die Amplitudenmodulation zur Fernübertragung von Mess-Signalen benutzt.

Analog: Eigenschaft von Daten, die als stetig veränderbare physikalische Größen gemessen und proportional zu einer physikalischen Größe dargestellt werden, z. B bei Wege und Winkel.

Analog-/Digital-Wandler: Funktionseinheit in Mess-Systemen, welche analoge Messgrößen in digitale Signale umsetzt. Dabei werden die analogen Signale in Digitalschritte zerlegt und gezählt bzw. codiert.

Arbeit: Wird ein Körper durch eine Kraft auf einem bestimmten Weg verschoben, so wird an diesem Körper Arbeit verrichtet. Unter Arbeit (W) versteht man das Produkt aus Kraft und Weg. Arbeit = Kraft x Weg. W = F x s

Ausbreitungswiderstand: Elektrischer Widerstand, der bei einem quaderförmigen Si-Material zwischen einer punktförmig aufgesetzten Mess-Spitze und einer rückseitigen Kontaktfläche gemessen wird.

Ausbreitungswiderstandssensor: Halbleiter-Temperatursensor, dessen Prinzip dem Verfahren der Dickenmessung leitender Schichten entspricht, indem man auf die Schicht zwei Mess-Spitzen im Abstand a aufsetzt und den Widerstand der leitenden Schicht zwischen den Spitzen ermittelt. Der Widerstand dieser Schicht ist temperaturabhängig.

Ausgangsbereich: Auf der Ausgangsseite des Messgeräts entspricht der Ausgangsbereich dem Messbereich. Messgeräte lassen sich so abgleichen, dass der Anfangswert und Endwert des Ausgangsbereichs gewünschten Werten von Messanfang und Messende entsprechen. Man stellt dabei also den Nullpunkt und die Empfindlichkeit des Messgeräts ein.

Ausgangssignal: v(t) Sichtbares oder hörbares Zeichen mit festgelegter Bedeutung. Die Zeichen können analog oder digital sein.

B

Beschleunigungssensor: Sensor, der die Beschleunigungen feststellt, wobei die Beschleunigungsmessung in eine Kraftmessung überführt wird (bei bekannter Masse a = F/m) oder alternativ über eine zeitabhängige Wegmessung (a = 2.s/t2). Die Beschleunigungssensoren (B.) mit einseitig eingespannter Messfeder und seismischer Masse am freien Ende, sind auch für statische Messungen geeignet. Die Eigenfrequenz solcher B. können bis 10 kHz betragen, wobei der Arbeitsfrequenzbereich durch eine Dämpfung mit Silikonöl erweitert wird. Die maximalen Messbereiche liegen bei 104 m/s. Induktive B. können z.B. so aufgebaut sein, dass sich zwischen Gehäuse und seismischer Masse Queranker-Differentialsensoren befinden. Man kann auch den Piezo-Effekt ausnutzen. Die seismische Masse übt infolge der Beschleunigung eine Kraft auf die Piezoelemente aus, wodurch an deren Oberfläche elektrische Ladungen entstehen. Aus der Beschleunigung werden dann proportionale Mess-Spannungen gewonnen. Diese Beschleunigungssensoren sind allerdings für statische Messungen nur bedingt geeignet.

Biegebalkensensor: Druck-(Kraft-)Sensor auf der Basis eines Biegekörpers, der sich unter der Last F verformt und dessen Formänderung erfasst wird. In der Mikromechanik wird der Biegebalkensensor aus monokristallinem Silizium herausgearbeitet. Bei Durchbiegung entsteht hier durch den piezoresistiven Effekt ein Signal.

Binär: aus 2 Teilen bestehend, zwei Werte annehmend, meist in der DV verwendet, innerhalb des Binärsystems die Zeichen 0 oder 1 (aus oder ein).

Bürde: Sie kennzeichnet den Energiestrom am Ausgang eines Messgeräts. Als elektrische Bürde gibt man den Wert des am Ausgang angeschlossenen Widerstands an. Die Bürde ist eine Einflussgröße.

C

Curie-Temperatur: Temperatur (Curie-Punkt), bei deren Überschreitung ferromagnetische Stoffe plötzlich ihren Ferromagnetismus verlieren und somit paramagnetisch werden. Der Curie-Punkt ist materialabhängig unterschiedlich. Dieser Effekt ist ein Phasenübergang zweiter Art, der nicht mit spontanen Änderungen von innerer Energie und Dichte einhergeht.

D

Dehnungsmessstreifen: DMS-Sensor. Ohmscher Dehnungssensor aus feinem metallischem Widerstandsmaterial. Er wird auf einen Verformungskörper aufgeklebt und verändert unter Belastung (Dehnung, Stauchung) seinen Widerstand. Reckt man den Leiter, wird er länger und dünner und sein Widerstand steigt an. Die Dehnungsmessstreifen werden vor allem für Kraftsensoren verwendet. Mit der Länge L, dem Querschnitt A und dem spezifischen Widerstand p folgt für den Widerstand R = p.L/A.

Diametral: gegenüberliegend, entgegengesetzt.

Dichte: Körper mit gleichem Volumen besitzen, wenn sie aus verschiedenem Material bestehen, verschiedene Masse. Das Verhältnis der Masse eines Körpers zu seinem Volumen bezeichnet man als Dichte. Dichte = Masse / Volumen.

Differenzdrucksensor: Drucksensor, der zwei Absolutdrücke p1 und p2 erfasst und miteinander vergleicht. Die Messgröße wird als Differenzdruck (p1 - p2) bezeichnet. Der Differenzdrucksensor kann aus zwei Messkammern bestehen, die durch eine Membran hermetisch voneinander getrennt sind. Die Auslenkung der Membran ist dann ein Maß für die Größe des Differenzdruckes.

Digitale Messtechnik: Die Messtechnik kann nach verschiedenen Gesichtspunkten gegliedert werden. Eine Möglichkeit besteht in der Unterscheidung nach analoger oder digitaler Messtechnik. Spezifische Teilgebiete der digitalen Messtechnik sind ihre Messmethode, die Informationsdarstellung und die Gerätetechnik.

DKD: Im Deutschen Kalibrierdienst sind messtechnische Laboratorien zusammengeschlossen, die eine Akkreditierung für eine bestimmte Messgröße haben. Sie haben eine hohe messtechnische Kompetenz. Ein DKD-akkreditiertes Laboratorium hat das Recht, international anerkannte Kalibrierzertifikate für diese Messgröße zu erstellen. Die Kalibrierzertifikate nach DKD sind in vielen Ländern der Erde gültig, beispielsweise in der gesamten Europäischen Union. Weitere Informationen: DKD-Partnerschaft KERN: KERN bietet Waagen- Fachunternehmen die Möglichkeit, DKD-Kalibrierzertifikate für elektronische Waagen im Unterauftrag von KERN ihren eigenen Kunden anzubieten. Die Datenaufnahme vor Ort erfolgt hierbei durch das Fachunternehmen. Das Kalibrierzertifikat wird auf dieser Datenbasis von KERN ausgestellt. Voraussetzung hierfür sind der Abschluss von Verträgen, Schulung, Prüfmittelüberwachung, sowie Begutachtung des Fachunternehmens. Das Fachunternehmen verpflichtet sich, genau den von KERN vorgegebenen Kriterien zu folgen.

Drehmoment: Wirkt eine Kraft auf einen drehbaren starren Körper, so erzeugt sie ein Drehmoment. Unter einem Drehmoment versteht man das Produkt aus einer Kraft und dem senkrechten Abstand ihrer Wirkungslinie vom Drehpunkt. Die Einheit für das Drehmoment ist Newtonmeter (Nm).

Drehmomentsensor: Sensor, der die Wirkung eines Drehmomentes auf einen Verformungskörper feststellt (Torsionswinkel) oder der direkt nach dem magnetoelastischen Prinzip arbeitet. Der im Momentenfluss liegende Teil des Sensors muss frei drehbar sein. Die größten Verformungen treten unter einem Winkel von 45º zur Wellenachse auf. Damit ist es günstig, die Dehnungsmessstreifen (DMS) in gleichem Winkel aufzubringen. Die DMS werden dann in einer Wheatstoneschen Brückenschaltung ausgewertet. Unter dem Einfluss eines Drehmoments wird eine Welle auf Torsion (Verdrehung) beansprucht. Aus dem Torsionswinkel a, gemessen zwischen 2 Inkrementalscheiben, ergibt sich dann eine Aussage über die Größe des übertragenen Drehmoments.

Drehspulmesswerk: Ein solches Messwerk besteht hauptsächlich aus einem Dauermagnet und einer beweglichen Spule, die vom Mess-Strom durchflossen wird. Dabei wird die Spule selbst magnetisch und richtet sich im Feld des Dauermagneten aus. Diese Ausrichtung kann mit einem Zeiger sichtbar gemacht werden.

Drehzahlmessung: Feststellen der Umdrehungsfrequenzen rotierender Körper mit Geräten, die als Tachometer bezeichnet werden. Dazu können mechanische (Fliehkraftprinzip), photoelektrische, magnetische und induktive Geber so wie zählende Verfahren eingesetzt werden.

Drehzahlsensor: Sensor zur Erfassung der Drehzahl rotierender Bauteile, z. B. einer Maschinenspindel, Motorhauptwelle usw. Siehe auch Drehzahlmessung

Drift: Verändert sich das Bezugsniveau einer Messung (z.B. der Nullpunkt eines Messgeräts) über einen längeren Zeitraum und ohne äußere Einflüsse, so spricht man von Drift.

Drucksensor: Sensor zum Messen von Drücken, die als Relativ-, Absolutdruck- und Differenzdrucksensor ausgelegt sein können. Als Sensormaterial kommen Silizium, Keramik, Metall und Quarz in Frage. Nach den Ausführungsformen kann in Prozesssensoren, Einfachsensoren und Sensorkomponenten unterschieden werden. Zur Erfassung der Messgröße werden verschiedene physikalische Effekte ausgenutzt, z.B. Drucksensor piezoresistiver, Drucksensor frequenzanaloger, Drucksensor mit Hallelement, Drucksensor kapazitiver und Drucksensor monolithischer.

Dünnfilmsensor: Sensoren, die im Dünnschichtverfahren hergestellt werden. Dazu gehören z.B. druckempfindliche Widerstandsschichten, piezoelektrische Schichten, magnetoresistive Schichten und temperaturempfindliche Widerstandsschichten.

Dünnschichtverfahren: Eine Technik, bei der auf ein Trägermaterial sehr dünne Schichten aus anderen Materialien aufgebracht werden (z.B. durch Aufdampfen oder Sputtern). Die Schichtdicken betragen dabei zwischen 0,1µm bis hin zu einigen µm.

Duplexelement: Ein Sensorelement, welches abwechselnd als emittierendes oder sensitives Element betrieben wird.

Durchflussmessung: Bestimmung der Durchflussgeschwindigkeit von Gasen und Flüssigkeiten. Die dazu eingesetzten Sensoren arbeiten alle indirekt, d.h. sie messen primär andere Größen, aus denen dann auf die Geschwindigkeit rückgeschlossen wird. In der älteren Methode wird ein Flügelrad verwendet, das durch die Strömung in Drehung versetzt wird. In diesem Fall wird die Drehzahl ausgewertet.

E

EA: European cooperation for Accreditation (früher WECC bzw. EAL). Regelt die internationale gegenseitige Anerkennung von DKD-Zertifikaten

Eichwert e: Maß für die Eich-Toleranz, je nach Waage meist zwischen 1 und 10 d.

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV): Fähigkeit einer elektrischen Einrichtung (hier Waage), in ihrer elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend zu funktionieren und dabei diese Umgebung, zu der auch andere Einrichtungen gehören, nicht unzulässig zu beeinflussen. Eichfähige Waagen müssen Forderungen verschiedener IEC-Normen einhalten, je nach Einsatz- und Anwendungsgebiet.

Erdanziehung: Ist von erheblichem Einfluss auf genaue elektronische Waagen. Da ihre Stärke an jedem Ort der Erde verschieden ist, müssen Waagen standortabhängig justiert werden.

elektrolytischer Neigungssensor: Sensor zur Winkelmessung, bei dem der elektrische Widerstand von Flüssigkeiten mit Hilfe eintauchender Elektroden gemessen wird. In waagrechter Stellung des Neigungssensors sind die Widerstände R3 und R4 gleich groß, weshalb die Ausgangsspannung Null ist. Wird der Neigungssensor gekippt, ist das Gleichgewicht gestört und die Ausgangsspannung ändert sich linear zum Neigungswinkel. Auflösung und Empfindlichkeit sind besser als 1 Winkelminute.

elastostatischer Kraftsensor: Sensor zur Messung axialer Presskräfte, die über ein Kolben-Zylinder-System auf einen hutförmigen Sensorkörper aus Aluminiumoxydkeramik (AL2O3) wirken. Dazu wurde eine DMS-Widerstandsbrücke in Dickschichttechnologie aufgebracht. Kolben und Zylinder sind durch Vulkanisieren über ein Elastometer fest miteinander verbunden. Es wird nur die axiale Kraftkomponente FN gemessen. Dieser Kraftsensor lässt sich z. B. für Wägezellen, zur Lastermittlung in Fahrzeugen und Brückenlagern sowie zur Radlastbestimmung verwenden.

Elementarsensor: Bezeichnung für das eigentliche primäre Wandlungselement zwischen einer nichtelektrischen Messgröße und einem elektrisch verwertbaren Signal. Der Elementarsensor stellt die Schnittstelle zwischen dem zu sensierenden Medium und der Elektronik dar.

emittierendes Sensorelement: Es wandelt ein elektrisches Hilfssignal in ein zur Erfassung der Messgröße geeignetes nichtelektrisches Hilfssignal um.

Empfindlichkeitsfehler: Er ist die Abweichung der gemessenen Empfindlichkeit von der Nennempfindlichkeit. Bei Verstärkern heißt dieser Fehler Verstärkungsfehler. Die Fehlerangabe wird auf die Differenz zwischen Messwert und Messanfang bezogen.

Energie: Jede an einem Körper verrichtete Arbeit vergrößert dessen Energie und versetzt ihn in die Lage, seinerseits Arbeit zu verrichten. Unter Energie (W) versteht man die Fähigkeit eines Körpers, Arbeit zu verrichten. Man spricht auch von "Arbeitsvermögen". Energie wird in Joule (J), Newtonmeter (Nm) oder Wattsekunden (Ws) angegeben.

Entfernungssensor: Er erkennt berührungslos den Abstand zu einem bestimmten Zielpunkt. Das kann z.B. durch die Laufzeitmessung von Schall, elektromagnetischen Wellen oder Licht (insb. Laserlicht) geschehen. Weitere Verfahren sind die Stereobetrachtung und die Triangulation.

F

 

G

Gleichrichtung: Umwandeln einer Wechselgröße in eine Gleichgröße. Sie erfolgt durch den Einsatz von nichtlinearen Widerständen mit richtungsabhängigem Widerstandverlauf überwiegend mit Halbleiterdioden und Tyhristoren.

Grenzflächentemperatursensor: Sensor zur Temperaturmessung auf Siliziumbasis, der die Temperaturabhängigkeit des Ladungsträgertransportes durch die in Flussrichtung betriebene pn-Grenzflächen von Dioden, Transistoren oder Transistorkombinationen ausnutzt oder auf der Änderung der Grenzflächenpolarisation von MOS-Kondensatoren bei Wechselstrombelastung beruht. Die Anwendung kann im Temperaturbereich von etwa -40°C bis 150 °C erfolgen, bei Genauigkeiten von etwa 1º.

H

Hysteresefehler: Er bezeichnet die maximale Abweichung der Messwerte, die man erhält, wenn man den gleichen Wert der Messgröße einmal von kleineren Werten her, einmal von größeren Werten her einstellt.

I

Inkrement: Messquant, kleiner Zuwachs. In der Digitalmesstechnik werden die Messwerte bei der Quantisierung in meist gleichgroße Inkremente aufgeteilt, die danach weiterverarbeitet werden.

IP-Schutznormen: Systeme in schwierigen Umweltbedingungen

ISO 9000ff: Qualitätsmanagement-System, in Form einer DIN-Norm zur Qualitäts-Sicherung in einem Unternehmen.

ISO/GLPP-Protokollierung: In Qualitätssicherungssystemen werden Ausdrucke von Wägeergebnissen (Rohwerte) sowie Aus- drucke der korrekten Waagenjustierung unter Angabe von Datum und Uhrzeit, sowie der Waagen- Identifikation verlangt. Am einfachsten über angeschlossenen Drucker möglich.

J

Joule: Einheit der Arbeit. 1Joule (J) = 1N x 1m

Justieren: Exaktes Einstellen einer Messgröße eines Messgerätes (z.B. Waage) durch einen fachmännischen Eingriff in das Messsystem.

K

Kalibrieren: Feststellen der Richtigkeit einer Messgröße eines Messgerätes (z.B. Waage) ohne Eingriff in das Messsystem. Beispiel: Prüfen einer Waage durch Auflegen eines Prüfgewichtes. Der Begriff Kalibrieren wurde früher auch für das Justieren verwendet.

Kalibrierschein oder Kalibrierzertifikat: Dokumentiert die messtechnischen Eigenschaften einer Waage oder eines Gewichtes, sowie die Rückführbarkeit auf das nationale Normal. Gegen Mehrpreis.

Kapazitätsanzeige: Ein ansteigendes Leuchtband im Display einer Waage zeigt den belegten und noch verfügbaren Wägebereich an. Schützt vor unbeabsichtigter Überschreitung des Wägebereiches.

Konformitätsbescheinigung: Die Übereinstimmung von eichfähigen Waagen mit der Bauartzulassung wird vom Eichamt (Benannte Stelle) durch die Ausstellung der Konformitätsbescheinigung im Zuge der Eichung dokumentiert.

Konformitätserklärung: Die Konformitätserklärung dokumentiert, dass ein Erzeugnis den EG-Richtlinien entspricht. Bei elektronischen Waagen immer in Verbindung mit dem CE-Kennzeichen. Die Konformitätserklärung ist bei KERN in der Bedienungsanleitung abgedruckt.

L

LCD-Anzeige (Liquid Cristal Display): Bauelement für die digitale Gewichtsanzeige. In der Flüssigkristall-Anzeige wird die strukturbedingte Leitfähigkeit von Flüssigkristallen ausgenützt. Die LCD- Anzeige ist nicht selbstleuchtend.

LED-Anzeige (Light Emitting Diode): Bauelement für die digitale Gewichtsanzeige. Es wird die eigene Leuchtkraft von Leuchtdioden bzw. Lumineszensdioden ausgenützt. Die LED-Anzeige ist selbstleuchtend.

Linearität / Richtigkeit: Größte Abweichung der Gewichtsanzeige zum Wert des Prüfgewichts nach Plus und Minus über den gesamten Wägebereich. Obergrenze +/- 3 d. Qualitätsmerkmal.

Luftauftrieb: Jeder Körper erfährt in Luft einen Auftrieb (Gewichtsverlust), der bei sehr genauen Wägungen nicht vernachlässigbar ist. Um ihn in der Praxis zu neutralisieren, ist der Konventionelle Wägewert eingeführt worden. Der Luftauftrieb muss allerdings bei der Masse eines Körpers, berücksichtigt werden.

M

Masse: Die Masse eines Körpers ist eine physikalische Größe. Sie ist ein Maß für die Trägheitswirkung gegenüber einer Geschwindigkeitsänderung, wie auch die Anziehung auf andere Körper. Die Masse ist immer gleich, ungeachtet der Erdanziehung und dem Luftauftrieb Für die Masse gilt ebenfalls die metrische Einheit "Kilogramm"

Messbereich: Der Messbereich ist der Bereich von Messwerten der Messgröße, in der vorgegebene Fehlergrenzen nicht überschritten werden. Er wird durch Anfangswert und Endwert (z.B. Mindestlast und Höchstlast bei Waagen) begrenzt.

Messfehler: Messfehler ist der Sammelbegriff für alle Abweichungen eines durch Messen gewonnenen Wertes einer Größe von einem als richtig geltenden Wert. Unter den Messfehler fallen u.a. folgende Fehler: Grobe, systematische und zufällige Fehler.

Messergebnis: Das Messergebnis ist der ermittelte Wert der interessierenden Messgröße; es wird aus einem oder mehreren Messwerten einer einzelnen Messgröße mit Hilfe einer vorgegebenen Beziehung erhalten. Im einfachsten Fall kann ein einzelner Messwert bereits als Messergebnis darstellen. Ein Messergebnis ist nur vollständig mit der Angabe der Messunsicherheiten des Messwertes.

Metrologie: Lehre vom Messen, den Maßeinheiten und den Messsystemen. Bei Waagen insbesondere im Zusammenhang mit dem Eichwesen gebräuchlich.

Mindestlast Min: Untere Grenze des eichfähigen Wägebereiches. Sie ist auf dem Eichschild vermerkt. Die Funktion der Waage ist auch unterhalb der Mindestlast gegeben.

N

Newton: Die Einheit Newton (N) ist die Krafteinheit im internationalen Einheitensystem (SI). Sie ist die Kraft, die einen Körper der Masse 1 kg um 1m/sec² beschleunigt. KERN stellt auch Gewichte her, die nach N justiert sind, Beispiel: Haken- u. Schlitzgewichte

O

Ohmsches Gesetz: In einem Leiter ist die Stromstärke der Spannung direkt und dem Widerstand umgekehrt proportional zugeordnet. R = U / I

Offset: Gleichmäßige, konstante Abweichung vom wahren Messwert.

P

PTB: Physikalisch Technische Bundesanstalt in Braunschweig. Diese Bundesbehörde ist zuständig für das gesetzliche Messwesen OIML in Deutschland. Bei Waagen regelt sie das Eichwesen.

Q

 

R

Rekalibrieren: Periodisches Nachmessen eines Mess-/ Prüfmittels (z.B. Waagen / Gewichte) zur Überwachung seiner Richtigkeit.

Reproduzierbarkeit (Standardabweichung): Maß der Übereinstimmung bei Wiederholungsmessungen (z.B. Waage) unter denselben Bedingungen. Meist 1 d oder kleiner. Qualitätsmerkmal.

Rückführbarkeit auf das nationale Normal: Die Norm ISO 9000 verlangt, dass alle Prüfmittel (z.B. Gewichte) mit dem amtlichen Normal gemäß definierter Toleranz übereinstimmen.

S

Skalen: Eine Strichskala ist die Aufeinanderfolge von Teilstrichen auf einem Skalenträger. Eine Ziffernskala ist die Folge von Ziffern auf einem Skalenträger, wobei meist nur die abzulesende Ziffer sichtbar ist.

Schutzart-IP: Je höher die Nummer, desto weniger dringt Staub und Spritzwasser in ein Waagengehäuse ein. IP 54 ist bei höherwertigen Waagen Standard.

Seebeck-Effekt: Zwischen zwei Kontaktstellen, z. B. Lötstellen von Leitern (Kupfer und Konstantan, Platin-Rhodium und Platin u. a.) oder Halbleitern entsteht eine Temperaturspannung, deren Größe von der Temperaturdifferenz zwischen den Verbindungsstellen abhängt.

Spektraldensitometrie: Die Spektraldensitometrie ist ein elektrooptisches Messverfahren, das die ursprünglich getrennt entwickelten und angewendeten Verfahren der Farbmessung und der Farbdichte-Messung in sich vereint. Die dafür geschaffene Messgeräteklasse, das Spektraldensitometer, vereint geräte- und anwendungstechnisch die bisherigen Messgeräteklassen Spektralfotometer und Farbdensitometer.

T

Teilung: Bei der digitalanzeigenden Waage ist sie mit der Ablesbarkeit identisch. Bei der mechanischen Waage versteht man hierunter den kleinsten Gewichtswert auf einer Skala, bestehend aus Teilstrichen und Ziffern, die mittels Zeiger oder Index abgelesen wird.

Teilungsschritt: Die in Masseneinheiten ausgedrückte Differenz zweier aufeinanderfolgender angezeigter Zahlenwerte.

Temperaturbereich: Bereich, in welchem eine geeichte Waage benutzt werden darf. Er ist auf dem Kennzeichnungsschild angegeben. Bei Über- oder Unterschreitung sind Messfehler möglich.

Toleranz eines Messgerätes: Jedes Messgerät hat eine physikalisch bedingte Anzeigentoleranz Die Toleranz definiert die größte, zulässige Abweichung der Anzeige nach Plus und Minus.

U

Überlastbereich (eines Messgeräts): Eine Belastung des Messgeräts durch Eingangs-, Ausgangs-, oder Einflussgrößen im Überlastbereich ist zulässig und hat keine bleibenden Änderungen der Messeigenschaften zur Folge; eine Gewähr für das Einhalten bestimmter Messeigenschaften besteht jedoch nicht. Das Überschreiten der Überlastgrenzen kann zu bleibenden Änderungen oder zur Zerstörung führen.

V

Validierung: Dokumentierter Nachweis, dass ein Prozess oder Verfahren mit hoher Sicherheit geeignet ist, eine spezifische Aufgabe zu erfüllen.

Verifizierung: Dokumentierter Nachweis, dass eine festgelegte Anforderung erfüllt ist.

Verkehrsfehlergrenzen: Diese betragen das Doppelte der Fehlergrenzen einer Waage bei der Ersteichung (Ersteichfehlergrenzen). Sie sind die zulässigen Abweichungen beim Gebrauch einer Waage nach Plus und Minus.

W

 

X

 

Y

 

Z

Zertifikat: >> Kalibrierschein

Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001: Die Zertifizierung wird ausgesprochen, wenn z. B. ein Betrieb den Nachweis erbringt, dass er alle Anforderungen des Qualitäts-Managements-Systems nach DIN EN ISO 9001 umgesetzt hat. Er erhält nach erfolgreichem Abschluss mehrerer Audits ein Zertifikat gemäß dem Qualitäts- Managements-Systems DIN EN ISO 9001. Dieses Zertifikat hat eine völlig andere Bedeutung, als ein DKD-Kalibrierzertifikat, welches die messtechnischen Eigenschaften eines Messgerätes (z. B. einer Waage oder eines Gewichtsstückes) bescheinigt. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 ist auch nicht identisch mit der Akkreditierung, da hiermit keine Aussagen mit international anerkannter Wirkung verbunden sind.

Zeitfehler: Als Zeitfehler werden in der Astrometrie und Geodäsie die zufälligen und systematischen Fehler der Zeitmessung bezeichnet. Sie spielen eine besondere Rolle bei Messungen nach Gestirnen und nach Erdsatelliten, weil sie - etwa bei der astronomischen Längenbestimmung - im vollen Ausmaß in das Ergebnis eingehen.

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